{"id":3430,"date":"2021-10-22T11:57:44","date_gmt":"2021-10-22T09:57:44","guid":{"rendered":"https:\/\/mainperformance.de\/?p=3430"},"modified":"2021-10-28T14:45:40","modified_gmt":"2021-10-28T12:45:40","slug":"stress-wie-er-dich-beeinflussen-kann-und-wie-du-damit-umgehen-kannst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mainperformance.de\/en\/stress-wie-er-dich-beeinflussen-kann-und-wie-du-damit-umgehen-kannst\/","title":{"rendered":"Stress: Wie er dich beeinflussen kann und wie du damit umgehen kannst"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/mainperformance.de\/en\/gesundheit-und-ernahrung\/\">Gesundheit<\/a> kann in drei Dimensionen unterteilt werden: die physische, die psychische und die soziale. Die weitreichenden Auswirkungen der psychischen Gesundheit werden jedoch am meisten untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Obwohl viele Faktoren hinter einer schlechten psychischen <a href=\"https:\/\/mainperformance.de\/en\/gesundheit-und-ernahrung\/\">Gesundheit<\/a> eine Rolle spielen, ist Stress zweifellos einer der wichtigsten Faktoren.<\/p>\n<p>Ich werde nun dar\u00fcber sprechen, wie sich Stress auf dein Wohlbefinden auswirkt und was du tun kannst, um langfristig gesund und gl\u00fccklich zu bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was ist Stress genau?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eStress\u201c ist ein unbestimmter subjektiver Begriff, der sehr individuell ist und von situativen Faktoren abh\u00e4ngt. Was f\u00fcr dich \u201estressig\u201c ist, kann f\u00fcr andere leicht sein. Stress kann daher nur durch das definiert werden, was Menschen typischerweise als stressig empfinden, d. h. \u201eStressoren\u201c, die wir in f\u00fcnf gro\u00dfe Kategorien einteilen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>1. Akute zeitlich begrenzte Stressoren, wie \u00f6ffentliches Reden oder Kopfrechnen.<\/p>\n<p>2. Kurze nat\u00fcrliche Stressoren, die kurzfristige Herausforderungen aus dem wirklichen Leben sein k\u00f6nnen, wie z. B. eine Pr\u00fcfung.<\/p>\n<p>3. Stressige Sequenzen, die sich um ein zentrales Ereignis wie den Verlust einer Beziehung oder eine Naturkatastrophe drehen.<\/p>\n<p>4. Chronische Stressoren, die das Leben durchdringen und dich m\u00f6glicherweise zwingen, deine Identit\u00e4t und deine sozialen Rollen neu zu formulieren. Beispiele sind ein schwerer Unfall mit Behinderung oder eine chronische Krankheit, die dich pl\u00f6tzlich arbeitsunf\u00e4hig macht.<\/p>\n<p>5. Entfernte Stressoren, zu denen traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit geh\u00f6ren, die das Immunsystem aufgrund ihrer lang anhaltenen kognitiven und emotionalen Auswirkungen stets in Anspruch nehmen (1).<\/p>\n<p>Wie du sehen kannst, kann sich Stress unterschiedlich \u00e4u\u00dfern und begleitet unser Leben st\u00e4ndig. Deshalb ist es so wichtig, genau \u00fcber die Sachlage Bescheid zu wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wie wirkt sich Stress auf deine Gesundheit aus?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stress kann eine psychische Erkrankung oder zumindest eine schlechte psychische Gesundheit ausl\u00f6sen, die den K\u00f6rper belastet. Es wird gesch\u00e4tzt, dass 60 % der Arzttermine durch stressbedingte Symptome ausgel\u00f6st werden (2).<\/p>\n<p>Stress kann nachweislich Krankheiten wie Spannungskopfschmerzen, Migr\u00e4ne, Neurodermitis, rheumatoide Arthritis, Asthma, regionale Enteritis und Colitis ulcerosa und vieles mehr verschlimmern oder ausl\u00f6sen (3).<\/p>\n<p>Stress ist auch daf\u00fcr bekannt, dass er in hohem Ma\u00dfe zu koronaren Herzkrankheiten, Krebs, Lungenerkrankungen, Unfallverletzungen und Selbstmord beitr\u00e4gt und ist ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr f\u00fcnf der h\u00e4ufigsten Todesursachen in den USA (4).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Beeinflusst Stress das Immunsystem?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine F\u00fclle von Forschungen hat Zusammenh\u00e4nge zwischen Stress und Immunit\u00e4t beim Menschen aufgezeigt und beweist, dass psychische Herausforderungen unser Immunsystem ver\u00e4ndern k\u00f6nnen (5).<\/p>\n<p>Evolution\u00e4r sind wir darauf vorbereitet, auf Umweltbedrohungen oder Stressoren wie Raubtiere oder Naturkatastrophen zu reagieren. Diese Reaktionen umfassen eine erh\u00f6hte Zufuhr von Sauerstoff und Glukose zum Herzen und zu den gro\u00dfen Skelettmuskeln sowie Ver\u00e4nderungen in unserem Immunsystem.<\/p>\n<p>Unser K\u00f6rper hat eine physiologische Anpassung an Kampf -oder-Fluchtsituationen entwickelt, welche ein Risiko f\u00fcr Verletzungen und das Eindringen von Infektionserregern in den Blutkreislauf oder der Haut mit sich gebracht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Obwohl diese Art von Reizen heute selten vorkommen, spiegelt unsere k\u00f6rperliche Reaktion weiterhin die Anforderungen der Umwelt unserer Vorfahren und die daraus resultierende Reaktion des Immunsystems wider (6).<\/p>\n<p>Stehst Du also unter Stress, reagiert dein K\u00f6rper so, als bef\u00e4ndest du dich in einer Kampf- oder Fluchtsituation. Er sch\u00fcttet Hormone wie Cortisol und Adrenalin aus, um den K\u00f6rper auf die Situation vorzubereiten. Dies f\u00fchrt langfristig zur Ersch\u00f6pfung und gesundheitlichen Problemen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wie kannst du Stress bew\u00e4ltigen, um deine Gesundheit zu sch\u00fctzen?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Beweise scheinen eindeutig zu sein, dass Stress zu mehreren negativen Folgen beitr\u00e4gt, sowohl f\u00fcr unsere geistige als auch f\u00fcr unsere k\u00f6rperliche Gesundheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hier sind ein paar Tipps, wie du Stress entgegenwirken kannst:<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>1. Stelle deine Ern\u00e4hrung um<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2022 Vermeide Alkohol und Fast Food. Kalorienreiche, stark entz\u00fcndliche Lebensmittel wie Junk Food verursachen Darmbeschwerden und Alkohol st\u00f6rt den Schlaf.<\/p>\n<p>\u2022 Konzentriere dich auf entz\u00fcndungshemmende Lebensmittel.<\/p>\n<p>\u2022 Vermeide verarbeitete Lebensmittel und Nahrungsquellen, die f\u00fcr dich nicht gut sind.<br \/>\nBei einigen Menschen kann dies Milchprodukte und Gluten umfassen, bei anderen treten m\u00f6glicherweise keine Probleme auf. Lasse dich auf jeden Fall einmal auf m\u00f6gliche Unvertr\u00e4glichkeiten testen.<\/p>\n<p>\u2022 F\u00fcge zu jeder Mahlzeit eine Handvoll helles, buntes Gem\u00fcse hinzu<\/p>\n<p>\u2022 Vermeide hochentz\u00fcndliche \u00d6le wie Sonnenblumen\u00f6l, Erdnuss\u00f6l, Mais\u00f6l, Sojabohnen\u00f6l, Margarine oder Pflanzen\u00f6le. Nimm lieber gesunde Fettquellen wie Oliven, Avocados, N\u00fcsse und Samen zu dir.<\/p>\n<p>\u2022 Esse ballaststoffreich, wie gr\u00fcnes Blattgem\u00fcse, Beeren, N\u00fcsse und Samen.<\/p>\n<p>\u2022 Priorisiere hochwertige, unverarbeitete Proteinquellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>2. Verbessere deinen Schlaf<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies ist ein Faktor, der vielen schwerf\u00e4llt, insbesondere wenn du einen anspruchsvollen Job hast oder kleine Kinder zu Hause hast. Wenn du jedoch jeden Abend wenigstens 15 bis 30 Minuten fr\u00fcher ins Bett gehst, wird sich dies bald positiv auf deine Gesundheit auswirken.<\/p>\n<p>\u2022 Installiere Verdunkelungsrollos oder Vorh\u00e4nge oder investiere in eine Schlafmaske.<\/p>\n<p>\u2022 Halte dein Zimmer k\u00fchl und ruhig; investiere in Ohrst\u00f6psel, wenn du mit viel Umgebungsger\u00e4uschen lebst.<\/p>\n<p>\u2022 Vermeide schwere Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen.<\/p>\n<p>\u2022 Richte eine feste Schlafenszeit ein: Vermeide eine Stunde vor dem Schlafengehen dein Smartphone und Hausarbeit. Nutze diese Zeit, um ein Buch zu lesen, ein Bad zu nehmen oder zu meditieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>3. \u00dcbe dich in Dankbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dankbarkeit und Achtsamkeit haben viele positive Auswirkungen auf Stress und psychische Gesundheit.<\/p>\n<p>\u2022 Investiere in ein Tagebuch und schreibe jeden Tag 3-5 Dinge auf, f\u00fcr die du dankbar bist. Du wirst dies mit der Zeit verbessern, auch wenn es sich anfangs schwierig anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>\u2022 Nimm dir Zeit f\u00fcr Meditation oder gef\u00fchrte Atmung, sei es vor dem Schlafengehen oder morgens. Zehn Minuten sind nur 1 % deines Tages und diese Investition von 1 % wird sich weitaus mehr f\u00fcr deine Produktivit\u00e4t, Denkweise und langfristige Gesundheit auszahlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>4. \u00dcberarbeite deine Morgenroutine<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was macht du als erstes, wenn du wach wirst?<\/em><\/p>\n<p>Die meisten greifen erstmal ihr Smartphone und checken Nachrichten, E-Mails und durchscrollen Instagram. Diese Angewohnheit kann dich auf eine negative Denkweise vorbereiten, bevor der Tag vollst\u00e4ndig begonnen hat.<\/p>\n<p>\u2022 Erstelle eine Routine, die f\u00fcr dich funktioniert, sei es Journaling, eine 20-min\u00fctige Online-Yoga-Einheit, eine Dehnroutine oder eine gef\u00fchrte Atmung.<\/p>\n<p>\u2022 Nimm dir Zeit und esse ein nahrhaftes Fr\u00fchst\u00fcck ohne Ablenkungen.<\/p>\n<p>\u2022 Nimm dir am besten eine Stunde ungest\u00f6rt vor, bevor du in Arbeit oder andere Aktivit\u00e4ten eintauchst. Wenn du morgens keine Zeit hast, plane als ersten Schritt erstmal ein, 10-15 Minuten fr\u00fcher als sonst aufzustehen und auch 10-15 Minuten vorher abends ins Bett zu gehen, damit du keinen Schlaf verlierst und trotzdem morgens was f\u00fcr dich tun kannst.<\/p>\n<p>\u2022 \u00dcberlege dir, welche Nachrichtenquellen du verwenden willst. Oftmals erwartet uns ein Strom von Negativit\u00e4t und dies speist sich in unsere Denkweise und unser Stresslevel ein, ohne dass wir es \u00fcberhaupt merken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>5. \u00dcberarbeite dein Supplementprotokoll<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zur Stressminimierung ist in den meisten F\u00e4llen eine \u00c4nderung des Lebensstils. Stress ist jedoch manchmal unvermeidlich und hier kann eine Nahrungserg\u00e4nzung in Form von Mikron\u00e4hrstoffen ein wertvolles Werkzeug sein.<\/p>\n<p>Alle Mikron\u00e4hrstoffe, Vitamine und Mineralstoffe \u00fcbernehmen Aufgaben auf zellul\u00e4rer Ebene. Individuelle Defizite begrenzen die Energieproduktion, die Erholung, den Schlaf und die entz\u00fcndungshemmenden Prozesse.<\/p>\n<p>Unsere Empfehlungen f\u00fcr einen besseren Schlaf aus dem Supplementprotokoll:<\/p>\n<p>\u2022 MultiMineralComplex<br \/>\n\u2022 Inositol plus Magnesium<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellenangaben<\/strong><\/p>\n<p>1. Elliot, G. R., &amp; Eisdorfer, C. (1982). Stress and human health: An analysis and implications of research. A study by the Institute of Medicine, National Academy of Sciences. New York: Springer Publishing.<br \/>\n2. Sachs, B. C. (1991). Coping with stress. Stress Medicine, 7, S. 61\u201363.<br \/>\n3. Brantley, P. J., &amp; Jones, G. N. (1993). Daily stress and stress-related disorders. Annals of Behavioral Medicine, 15 (1), S. 17\u201325.<br \/>\n4. Sachs, B. C. (1991). Coping with stress. Stress Medicine, 7, S. 62.<br \/>\n5. Segerstrom, S.C. and Miller, G.E. (2004). Psychological Stress and the Human Immune System: A Meta-Analytic Study of 30 Years of Inquiry, Psychological Bulletin, Vol. 130 (4).<br \/>\n6. Segerstrom, S.C. and Miller, G.E. (2004). Psychological Stress and the Human Immune System.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheit kann in drei Dimensionen unterteilt werden: die physische, die psychische und die soziale. Die weitreichenden Auswirkungen der psychischen Gesundheit werden jedoch am meisten untersch\u00e4tzt. Obwohl viele Faktoren hinter einer schlechten psychischen Gesundheit eine Rolle spielen, ist Stress zweifellos einer der wichtigsten Faktoren. 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