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Gesättigte Fettsäuren – Sind sie wirklich so schlimm?

Woher kommt der Irrglaube, dass gesättigte Fettsäuren eine Vorstufe zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind?

Und warum glauben die Menschen, dass sie an Gewicht zunehmen, wenn sie Fett konsumieren?

Es ist uns unbegreiflich, warum gesättigte Fettsäuren in der Fitnessbranche ein so heikles Thema sein können.

Wir kennen viele Menschen, die sich reichlich mit gesättigten Fettsäuren ernähren und das ganze Jahr über einen schlanken, gesunden Körper haben. Und das, obwohl ihre fettscheuen Freunde ihnen einreden, dass gesättigte Fette nur zu Herzkrankheiten und Gewichtszunahme führen.

 

Um dir ein besseres Verständnis zu geben, lass uns zunächst kurz überprüfen, was gesättigtes Fett ausmacht.

 

Jedes Gramm Fett enthält neun Kalorien. Diese besonderen Fette bestehen aus Kohlenstoffatomketten, die bei Raumtemperatur fest und vollständig mit Wasserstoffatomen „gesättigt“ sind. Sie sind in der Regel in großen Mengen in tierischen Lebensmitteln, Butter, Käse sowie Kokosnuss- und Palmöl enthalten.

 

Außerdem enthalten gesättigte Fette nützliche Säuren wie bspw. Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure.

 

Und jetzt wird es interessant.

 

Ein übermäßiger Verzehr von Laurinsäure, Myristinsäure und Palmitinsäure erhöht angeblich die Blutkonzentration von Gesamt- und LDL-Cholesterin, dem so genannten schlechten Cholesterin…

 

Oder doch nicht?

 

Der größte Irrglaube geht auf die Sieben-Länder-Studie von Ancel Keys aus dem Jahr 1953 zurück, in der der Anstieg des Serumcholesterins bei Kaninchen untersucht wurde.

 

Die Studie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben, umso größer war, je höher der Serumcholesterinspiegel der Kaninchen war. Gut gemeint von Herrn Keys. Wenn man jedoch bedenkt, dass Kaninchen Pflanzenfresser sind und daher eine ganz andere Anatomie als der Mensch haben, was haben wir dann mit den Probanden der Studie gemeinsam?

 

Die American Heart Association (AHA), die ursprünglich mit den Schlussfolgerungen der Studie nicht einverstanden war, bekam 1961 einen plötzlichen Herzanfall. Von da an empfahl die AHA eine „umsichtige“ Ernährung mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten aus Getreide und mehrfach ungesättigten Samenölen und einem niedrigen Gesamtfettgehalt. Oh, und eine überraschende Entwicklung: Herr Keys wurde in den Vorstand der AHA aufgenommen.

 

Wo liegt der Fehler in dieser Studie? Gesättigte Fettsäuren, die den Gesamtcholesterinspiegel erhöhen, müssen doch schlecht sein, oder?

Wenn Kaninchen mit höheren Cholesterinwerten an Herzinfarkten sterben, sind wir Menschen dann nicht auf dem gleichen Weg?

 

Die kurze Antwort lautet: NEIN!

 

Ein Blick auf die menschliche Evolution macht einige wichtige Faktoren deutlich, die wir verstehen müssen.

Erstens hat sich unser Verdauungssystem gegenüber dem unserer primitiven Vorfahren, der Affen, weiterentwickelt, und das Gleiche gilt für unser Gehirn. Gorillas zum Beispiel sind Pflanzenfresser, d. h. sie ernähren sich ausschließlich vegetarisch, und haben große Därme, die ihnen helfen, die Nahrung durch Gärung in ihrem Magen zu verdauen. Dieser Prozess ermöglicht es den Gorillas, Fettsäuren zu produzieren.

WAS?

Ja. Gorillas und alle Säugetiere sind auf eine fettreiche Ernährung angewiesen, um gesund zu bleiben. Das ist Wahnsinn!

Leider bedeutet dieser Prozess auch, dass Gorillas fast ständig Nahrung zu sich nehmen müssen, damit ihr Körper weiterhin die Fettsäuren produzieren kann, die ihn am Leben erhalten.

 

Als sich der Mensch entwickelte und begann, mehr Fleisch und Fette zu verzehren, schrumpfte der Darm und das Gehirn entwickelte sich. Wir brauchten nun nicht mehr ständig gefüttert zu werden, und eine pflanzenfressende Ernährung wurde überflüssig. Der Übergang zu einer Ernährung mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten ermöglichte es uns, das riesige Gehirn zu entwickeln, das wir heute haben.

 

Große Bevölkerungsstudien zeigen, dass gesättigte Fette das Risiko von Herzkrankheiten nicht erhöhen. Die jüngsten Studien zeigen auch, dass gesättigte Fette innerhalb bestimmter Parameter als gesund gelten.

Überraschenderweise ist Cholesterin ein wichtiger Bestandteil des Lebens, denn das Gehirn enthält große Mengen davon und es ist eine Vorstufe aller Sexualhormone. Daher trägt es eindeutig zu einer normalen Gehirn- und Nervenfunktion bei.

Eine andere interessante Studie kam zu dem Ergebnis, dass Vegetarier aufgrund einer Ernährung mit wenig gesättigten Fetten über einen Zeitraum von fünf Jahren 5 % ihrer Gehirngröße verloren haben. Dies zeigt, wie wichtig eine fleisch- und fettreiche Ernährung für die Entwicklung unseres Gehirns ist.

 

Gesättigte Fettsäuren verbessern auch die kardiovaskulären Risikofaktoren, da sie den Gehalt an Lipoprotein(a)-Molekülen (Lp(a)), die Cholesterin durch das Blut transportieren, verringern. Hohe Lp(a)-Werte korrelieren stark mit dem Risiko für Herzkrankheiten, was bedeutet, dass gesättigte Fette tatsächlich dazu beitragen, solche Erkrankungen zu verhindern.

Darüber hinaus erhöhen sie das HDL-Cholesterin (gutes Cholesterin) und ermöglichen die Entwicklung stärkerer Knochen, da gesättigte Fette erforderlich sind, um Kalzium effektiv in unser Skelettsystem einzubauen.

Dies ist für die alternde Bevölkerung und für Frauen, die am meisten von Knochenschwund bedroht sind, von großer Bedeutung. Doch damit nicht genug der Vorteile. Diese Fette verbessern auch die Gesundheit der Leber und tragen zum Abbau von Bauchfett bei, da sie die Leberzellen anregen, ihren Fettgehalt abzubauen und sie vor Alkohol und medizinischen Giften zu schützen.

 

Bestimmte gesättigte Fettsäuren, die vor allem in Butter, Schmalz, Kokosnussöl und Palmöl enthalten sind, wirken direkt als Botenstoffe, die den Stoffwechsel beeinflussen.

 

Einer dieser Botenstoffe hat die wichtige Aufgabe, die richtige Menge an Insulin freizusetzen. Diese gesättigten Fettsäuren spielen auch eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Immunsystems. Ein unzureichender Gehalt an gesättigten Fettsäuren erhöht das Erkrankungsrisiko, da die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, fremde Eindringlinge wie Viren, Bakterien und Pilze zu erkennen und zu vernichten, beeinträchtigt wird.

 

Man hat uns glauben gemacht, gesättigte Fettsäuren seien die bösen, lebensbedrohlichen Fette.

Das sind sie aber nicht.

Alles, was die Gesundheit der Lunge, die Funktion des Gehirns und der Nerven sowie die Gesundheit des Immunsystems und der Knochen unterstützt, ist unserer Meinung nach ziemlich heilig.

Tatsächlich sollte man vor Olivenöl mehr Angst haben als vor Kokosnussöl.

Obwohl Olivenöle einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweisen und eine wesentlich gesündere Alternative zu den Omega-6-reichen Pflanzenölen darstellen, sind sie nachweislich der eigentliche Risikofaktor für Zivilisationskrankheiten.

Schließlich haben Olivenöle und Pflanzenöle auch einen viel geringeren Rauchgehalt. Das bedeutet, dass sie bei hohen Temperaturen eher ranzig werden können. Wenn du ranziges Öl zu dir nimmst, werden freie Radikale freigesetzt, die im Körper umherschwirren und Schaden anrichten.

Diese Radikale stören die Gesundheit der Zellen und verursachen oxidativen Stress. Deshalb solltest du mit Butter, Schmalz oder – mein Favorit – mit schönem Kokosnussöl kochen.

 

Quellen:

Ultimate Performance – November 2014

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Dennis Naab, 

Sportwissenschaftler,
liz. Personal Trainer und Gründer
von Mainperformance Personal Training. 

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